Montag, 12. Mai 2014

Schlechte Werbung, Teil 2: Über die Angst vor dem Alter (ergänzt)

 In einem Friseursalon hängt dieses Plakat:



Das alt werden ist ein natürlicher Prozess des Lebens, genau wie die Geburt, die Pubertät und das Sterben. Viele verstehen das zwar, aber warum fällt es ebenso vielen so schwer das zu akzeptieren? Männer mit Midlife-Krisen und 45 Jahre alte Frauen mit pinken Haaren sind klassische Fälle.

Natürlich kann man jederzeit mehr aus seinem Leben machen, doch Viele machen den Fehler und belassen die Veränderungen nur beim Äußeren. Hier sind wir wieder beim Thema: Die Form mehr ehren, als den Sinn. Das hohe Alter und der Tod kommen so, oder so, vorausgesetzt man stellt sich gut an. Dem kann man nicht entgehen und die Angst davor verjagt diese Phänomene nicht. Im Gegenteil werden alternde und krank machende Prozesse durch negative Emotionen wie z.B. die Angst beschleunigt. Why give a fuck then? Ich habe keine Angst davor. Ich genieße meine Jugend, freue mich aber auch schon auf das alt sein und habe keine Angst vor dem Tod! Ich könnte heute sterben und würde nichts bereuen. Natürlich möchte ich gerne noch länger leben, um noch viel Spaß am Leben zu haben, klammere mich aber nicht so irre daran, dass ich nicht in der Lage bin die Alterungsprozesse zu akzeptieren. Viel eher passe ich mich den Umständen an. Ja, meine Haut wird faltiger - also runzele ich meine Stirn nicht mehr so oft und lache viel, weil Lachfalten schön sind. Ja, Verletzungen heilen nicht mehr so schnell wie früher - dann passe ich besser darauf auf, dass ich mich nicht verletze.
Deswegen ist für mich die männlichste Art das Grau zu reduzieren, sich keinen Stress darüber zu machen und es kommen zu lassen. Es gibt wichtigere Dinge im Leben, als das Aussehen. ;)

Ergänzung:
Nach berechtigter Kritik möchte ich ergänzen, dass nicht alle älteren Frauen, die sich die Haare pink färben, Angst vor dem Alter haben müssen. Für manche ist das eine Geschmackssache und sie mögen das Grau einfach nicht, für andere ist das eine Art Protest gegen die von der Gesellschaft vorgeschriebene "Normen". Selbstverständlich meine ich in meinem Artikel nur diejenigen, die Angst vor dem Alter haben und habe auch nur wenige Beispiele genannt. Wir alle wissen, dass es reichlich davon gibt. So oberflächlich bin ich wirklich nicht, dass ich alle älteren Leute mit bunten Haaren in eine Schublade stecke.

Freitag, 9. Mai 2014

Neue Serie: Niveau- und Geschmacklose und einfach nur schlechte Werbung

Seit einiger Zeit fällt mir auf wie schlecht die Werbung in öffentlichen Bereichen geworden ist. Es gibt kaum ein Plakat, oder einen Werbespruch, an dem ich nichts auszusetzen hätte. Überall sehe ich ein Spiegelbild der Perversionen und Krankheiten unserer Gesellschaft. Natürlich könnte man sagen, dass ich die Dinge zu eng und streng sehe, wobei ich doch humorvoll heran gehen sollte und am Ende ist es meine ganz subjektive Meinung, mit der man nicht einverstanden sein muss. Aber urteilt selbst!
Das erste Foto, das ich vorstellen möchte, ist von einer aktuellen McDonald's Werbung, die mir heute aufgefallen ist:


Dass das Gehirn nicht im Kopf endet, sondern sich über den ganzen Körper mit den Nerven ausstreckt, ist wohl bekannt. Wenn man sich also wenig bewegt, dann wird man nicht nur körperlich, sondern auch geistig schlapp. Das ist nicht weniger Ernst bei der Ernährung. Der Darm wird, aufgrund seiner Nervendichte, als das dritte Gehirn bezeichnet. Viele dieser Nerven sind sogar direkt mit dem Gefühlszentrum unseres Gehirns verbunden. Was man isst entscheidet also direkt über die Emotionen und die geistige Qualität des Menschen.

Diese Werbung soll uns also dazu bewegen unsere lebensnotwendige Fortbildung aufzugeben und uns stattdessen so oft wie möglich mit Müll voll zu stopfen. Volle Fahrt für die komplette geistige und körperliche Degeneration unserer Gesellschaft, als wäre es nicht schon schlimm genug! Etwas Anderes sehe ich in dieser Aussage nicht und ich finde es scheiße. Aber etwas Anderes ist man von McDonald's ja nicht gewohnt. Warum so Viele Leute immer noch dort (und bei anderen Fastfood-Ketten) "essen" gehen, ist mir ein Rätsel... obwohl, bei dem Zuckergehalt in diesen Produkten sollte es eigentlich nicht verwundern, dass die Leute im wahrsten Sinne süchtig nach diesem Zeug sind.

Dienstag, 6. Mai 2014

Über gute Fotografen und schlechte Fotografen (rant, sorry for that).

Aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen, dass es mindestens zwei Arten von Fotografen gibt, die privat, oder für Firmen Fotos machen (Journalismus ausgeschlossen). Die eine Sorte schließt alle nötigen Ausbildungen ab, eignet sich bestimmte Kenntnisse an und bekommt einen Zettel, auf dem steht, dass es ein ausgebildeter Fotograf ist und damit kann diese Person dann Werbung für sich, oder den eigenen Laden machen. Ähnlich wie bei Studenten gibt es diejenigen, die nur das nötige Maß an Kenntnissen mitnehmen und nicht versuchen sich aus der Menge heraus zu heben und die, die danach streben besonders gut zu werden. Sie bekommen genauso einen Abschluss, vielleicht mit einer besseren Note (auf die später eh keiner schaut), aber ihre Fertigkeiten sind so viel besser, jedoch auch beschränkt auf den Bereich der Ausbildung. Das sind oft diejenigen Fotografen, die zahlreiche Fotoateliers in der Fußgängerzone eröffnen und deren Fotos sich nicht von den der Konkurrenz unterscheiden. Manche bleiben dabei, andere bilden sich privat weiter und werden besser.

Und dann gibt es Fotografen, die keine offizielle Ausbildung durchziehen, sondern ein jahrelanges Eigenstudium, das aus vielseitiger Recherche, den Besuchen von Seminaren und viel trial & error Praxis besteht. Viele von ihnen machen das nur nebensächlich - sie werden selten wirklich gut. Andere gehen mit Herz, Seele und Kopf heran und wachsen zu echten Größen. Sie sehen sich als Künstler, geben sich mit der anfänglichen Armut und den Niederlagen zufrieden und machen später oft viel bessere Fotos, als manch ein Experte mit einer Urkunde. Diese eröffnen auch manchmal Fotoateliers, doch da sieht man schon einen Unterschied zum Rest.

Neulich war ich auf einem Karate-Lehrgang, wo Fotografen (mit Logo-Shirts vom eigenen Laden) eingeladen wurden. Abgesehen davon, dass sie keine Ahnung davon hatten, wie man ein Gruppenfoto bei Karatekas macht (es liegt NIEMAND vor der Gruppe auf dem Boden, egal wie klein und süß das Kind auch ist!!), dauerte es viel zu lange. Ich bat eine davon ein Gruppenfoto mit meiner Kamera (Canon EOS 600D) zu machen. Zuvor habe ich die den Modus "M" eingestellt, also manuell, wo man alles ganz individuell anpassen kann. Ich habe die Belichtungszeit, die Blende und ISO entsprechend den Lichtverhältnissen in der Halle angepasst und alles, was man tun musste war die Schärfe anpassen und Foto schießen. Als ich dann in der Gruppe saß und mich nicht bewegen durfte, musste ich mir mit Entsetzen anschauen, wie diese Amateurin den Modus zu einem wechselte, wo Dinge voreingestellt, also vollkommen verstellt und unpassend, waren. Dann kam auch den unerwünschte Blitz, die Schärfe hat sie auch nicht angepasst und kam absolut nicht klar. Dabei hatten die beiden auch Canon-Kameras, also kann man nicht sagen, sie würden nicht wissen, welche Einstellung was bedeute. Selbstverständlich wurde aus dem Foto nichts: Unscharfer Mist, auf dem man nichts erkennen kann, schräg fotografiert. Ich hätte es besser machen können, dabei möchte ich nicht mal ein Fotograf werden, weshalb mein Eigenstudium in dem Bereich nur als Hobby und sehr eingeschränkt verläuft. Als ich sie nach der Aktion darauf ansprach, warum sie denn den Modus änderte, meinte sie, dass der "M"-Modus unnötig sei und sie den anderen für besser hielt. Ja, mag sein, aber aus dem Foto wurde trotzdem nichts. Man kann die Dinge so machen, wie man es lieber hat, dann sollte man sie aber auch gut machen, oder sein lassen.

Ich kenne so viele Fotografen, die kein eigenes Atelier, aber so viel mehr Erfahrung und Können besitzen als diese Beiden. Ich wünschte mir, dass auch nur einer vom letzten Fotowalk bei dem Lehrgang dabei gewesen wäre. Allerdings kennt man solche Fotografen oft nur durch Bekannte und nicht wenn man in den gelben Seiten nachschlägt, was der Veranstalter eines Lehrganges selbstverständlich macht. Das kann man ihm nicht verübeln, denn er kann einen guten Fotografen nicht von einem Schlechten unterscheiden.

Montag, 7. April 2014

Über Geburtstage

Vor etwa zwei Monaten ist mein Blog zwei Jahre alt geworden. Während ich das erste Jahr nur leicht verspätet, dafür aber mit einem langen Eintrag und vielen Fotos feierte, halte ich das inzwischen für unnötig, da ich Jubiläen und Geburtstage nun als sinnlos betrachte. Über den Blog sage ich nur wenig und es ist etwas, was den Meisten ohnehin aufgefallen sein dürfte:
Während ich Anfangs sehr viel Show um meine Person machte, schaltete ich irgendwann auf das um, was mir gefällt (Sport), dann auf das, was mich beschäftigt und fasziniert (Ideen). Inzwischen schreibe ich nicht mehr so viel, dafür versuche ich aber den Inhalt anspruchsvoller zu gestalten.

Heute möchte ich von der Sinnlosigkeit von Geburtstagsfeiern schreiben.
Man wird jede Sekunde älter und nicht nur an einem bestimmten Tag im Jahr. Das Alter wird anhand eines vom Menschen geschaffenen Zeitmodells bestimmt. Auf einem anderen Planeten könnte ich nicht 26, sondern 55 Jahre alt sein. Ganz davon abgesehen, halte ich mich in der Entwicklung leicht verzögert insofern, dass ich bestimmte Phasen des Lebens erst jetzt durchmache, während Andere sie mit 17 beginnen. Dazu muss man aber auch sagen, dass sehr viele Menschen heutzutage diese Phasen gar nicht haben und in ihrer Entwicklung stehen bleiben, aber das ist ein Thema für die Zukunft.
Wie dem auch sei, man altert jeden Tag, somit sehe ich keinen Grund darin den Geburtstag zu feiern. Man sollte jeden Tag feiern, das habe ich schon in Bezug auf das Neujahrsfest geschrieben und das ist beim Geburtstag nicht anders. Der einzige Grund, warum Geburtstage noch "in" sind, aus meiner Sicht, die Geschenke, die man bekommt. Dies halte ich ebenfalls für überflüssig, denn solange Geschenke nicht einen Teil der Seele des Schenkers enthalten, z.B. ein Bild von einem Maler, oder ein Gedicht von einem Dichter, sind sie nichts Wert. Gebrauchsgegenstände kann sich ein jeder selbst besorgen. Diese und Schmuck sind lediglich Entschuldigungen für die Einfallslosigkeit des Schenkers (um indirekt Ralph Waldo Emerson zu zitieren). Außerdem sind die meisten Geschenke nur Lasten für den Beschenkten und eine Art Verpflichtung etwas zurück zu schenken. Davon spricht natürlich keiner und oft wird es dementiert, doch fühlen tut das ein jeder von uns. Das ist pervers, denn dabei geht die ganze Liebe und Fürsorge verloren. Zum Beispiel möchte ich meinen Eltern nichts schenken, wenn mir nichts originelles einfällt, dafür möchte ich aber auch nichts von ihnen geschenkt bekommen, selbst wenn sie die beste Idee haben, zumindest nicht an einem bestimmten Tag und aus Verpflichtung. Sie können mir etwas schenken, wenn sie merken, dass ich es brauche und das gilt auch für meine Geschenke an sie, aber das muss vom Herzen kommen und darf nie verpflichten.
Aus diesem Grund möchte ich meine Geburtstage nicht mehr feiern. Das hat nichts pessimistisches an sich. Ich habe kein Problem damit älter zu werden, denn es gibt nichts Natürlicheres als das. Tatsächlich freue ich mich auf das Alt-werden, denn da ich mich dazu entschlossen habe mich das ganze Leben lang zu entwickeln, und sei es auf Kosten der sozialen Integration, kann ich mir denken, dass ich in zehn Jahren viel mehr weiß, geduldiger bin und einige meiner inneren Dämonen besiegt habe. Wenn ich als alter Mann auf dem Sterbebett liege, möchte ich weise sein, auf ein erfülltes Leben zurückblicken und im Frieden aus dieser Welt scheiden, was ebenfalls absolut natürlich und notwendig ist (denn der Tod ist allen Dingen eigen). Ich möchte nicht senil und sabbernd im Altersheim enden, während ich, aufgrund von diversen Komplexen, nach meiner Mutter und der Aufmerksamkeit der mich umgebenden Menschen schreie. Sterben, ja, aber mit Würde. Und ich habe keine Angst davor. Ist diese Angst vor dem Tod erstmal weg, fühlt man sich frei und erleichtert. Man entwickelt viel mehr Kraft dazu das Beste aus jedem Tag zu machen und hört nicht auf die Miesmacher, die einem darüber berichten wie die Zeit davon läuft. Soll sie doch laufen, diese größte Illusion, die der Mensch schuf - ich laufe ihr jedenfalls nicht hinterher.

Freitag, 28. März 2014

Garbage-Warrior, part 2

Gestern war ich wieder Müll einsammeln. Am Tag zuvor hatte ich eine Stunde an der frischen Luft verbracht und spazierte in der Nähe meines Hauses. Hier, am Rande Göttingens, gibt es eine kleine Stelle mit Bäumen, Sträuchern, Wiesen, Mooren und Hügeln. Groß genug, um sie einige Stunden zu erkunden. Hier verbringe ich sehr gerne meine Zeit. Und gestern ist mir aufgefallen, dass auch dort sehr viel Abfall herum liegt. Dabei handelte es sich um Müll, der schon lange da liegt und den man trotzdem nicht weg räumt. Also merkte ich mir vor mich in Zukunft darum zu kümmern und tat das am folgenden Tag ganz spontan, weil ich vor der Arbeit die Zeit dazu hatte und unbedingt wieder das schöne Wetter genießen wollte.
Zufällig hatte ich beim Müll sammeln Brian Tracy's "The Luck Factor" gehört und da gibt es eine Stelle, wo er über eine der Zentralen Aufgaben eines erfolgreichen Arbeiters spricht: "Sei ein Teil der Lösung, nicht ein Teil des Problems." Diesen Satz wiederholte ich beim Sammeln immer und immer wieder und das tat gut sich als Teil der Lösung zu fühlen. Müll weg räumen ist ein Teil der Lösung. Es ist nicht immer angenehm und leicht, aber man weiß, dass man etwas Richtiges tut und währenddessen auch noch an der frischen Luft ist.
Ich war regelrecht schockiert, wie viel Müll ich an dieser kleinen Stelle fand. Beim ersten Sammeln hatte ich erst einen Sack voll, als ich nach einigen Kilometern am Waldrand ankam. Hier war der Sack schon nach einer Stunde voll und dabei sammelte ich nur in einem Umkreis von ca. 50 m². Ich habe gerade mal ein Fünftel der Gegend abgesucht und füllte dabei fünf (!) gelbe Säcke mit Kunststoffen, Alufolien, alten Sprühdosen, Flaschen, zerrissener Kleidung und ganz viel rostigem Metall. An einer Stelle, direkt an einem großen und alten Baum, lag besonders viel herum. Scheinbar hatte jemand vor einigen Jahren keine Lust zur nächsten Müllhalde zu fahren und entsorgte das ganze im Wald: Alte Steckdosen und Schalter, Betonklötze mit herausragenden metallenen Verbindungen, an den sich Tiere verletzen könnten, Drähte, die ich wie Wurzel aus dem Boden reißen musste und natürlich sehr viel Folie. Ein Großteil des Abfalls wurde sogar vergraben. Es reichte also nicht das Ganze liegen zu lassen, sodass jeder es sehen und wegräumen könnte, nein, man machte das ganz hinterhältig und für die Umwelt umso belastender. Deswegen musste ich, obwohl ich bereits fünf Säcke füllte, Vieles bis zum nächsten Mal liegen lassen. Da muss man mit einer Schaufel arbeiten. Ich könnte echt Hilfe gebrauchen, da ich keine Schaufel habe und man zu zweit sehr viel mehr in weniger Zeit schaffen könnte. Einige Leute haben mir ihre Hilfe bereits angeboten und dafür danke ich ihnen sehr! Ich melde mich bei ihnen wenn ich das nächste Mal in die Schlacht ziehe.



Die schlimmste Stelle: Das, was man sieht, ist nur die Spitze des Eisberges. Sehr vieles ist unter der Erde.

Und auf zum nächsten Müllcontainer.
Diese Hummel posierte bis zum letzten Foto. Als dieses geschossen wurde, flog sie davon. :)

Dienstag, 11. März 2014

Garbage-Warrior

Vor etwa einem Jahr hatte ich bei meinem "es-ist-Frühling-ich-spaziere-vier-Stunden-lang"-Spaziergang leider zu oft beobachtet, wie der Mensch die Natur durch seinen Müll verunstaltet. Hier und da lagen bunte Verpackungen von bekannten Schokolade-Marken,  Plastikflaschen, sowie Alufolie und Sonstiges. Da kam mir spontan die Idee bei meinem nächsten langen Spaziergang gleichzeitig diesen Müll einzusammeln. Warum auch nicht? Wenn ich schon spaziere, dann kann ich gleich zwei angenehme und sinnvolle Dinge miteinander verbinden. Leider kam ich danach nicht mehr dazu im selben Jahr so eine lange Wanderung zu unternehmen, zumindest nicht ohne Ziel. Aber ich behielt den Gedanken im Kopf und bereitete mich auf die nächste Gelegenheit vor, indem ich, nach und nach, das nötige Zubehör für den Hobby-Müllmann kaufte: Eine zusammenfaltbare Laubtonne (Lidl, 5,99€), Handschuhe für die Gartenarbeit (Lidl, zwei Paar, etwa 4€), eine Müllzange (T€DI, 2€) und Gelbe Säcke, die kostenlos ab und an bei jedem Haus abgestellt werden.

Heute machte ich meinen ersten Spaziergang dieser Art. Ich beschloss den Müll eher dort einzusammeln, wo die dafür verantwortlichen Stadtarbeiter normalerweise nicht hin gehen, also da, wo er bereits über eine längere Zeit liegt. Außerdem konzentrierte ich mich besonders auf Bereiche mit Flüssen, denn wo Wasser fließt, wird Müll und dessen Partikel über große Entfernungen getragen. Ich sammelte überwiegend Kunststoffe und Alufolien ein, weil diese die Umwelt am meisten belasten. Glasflaschen sollten ebenfalls entfernt werden, weil Tiere sich daran schneiden könnten. Papier und Karton ließ ich liegen, weil sie biologisch abbaubar sind (außer Tetrapacks, weil diese mit Plastik beschichtet werden).
Ich wählte meine Lieblingsroute und da ich am Rande von Göttingen lebe, führte sie mich in einen Wald. Nach zwei Stunden hatte einen ganzen gelben Sack voll mit Haribo-, Mars- und Chips-Verpackungen, sowie Plastikflaschen, Bierdosen, Deckel von Softdrink-Bechern und sonstigem Restmüll. Je weiter ich in den Wald vordrang, desto weniger Müll begegnete mir. Einerseits freute ich mich, dass der Mensch nicht überall sein Unheil anrichten konnte, andererseits fand ich es traurig, dass so viel Müll gerade dort lag, wo er lang ging. Als könnte der Mensch es nicht lassen ein Arschloch zu sein.
An einer Stelle im Wald wurde ich besonders enttäuscht: Der Ort sah aus wie ein verlassenes Viehgehege und dort lag so viel Kunststoff, dass ich es zuerst gar nicht registrierte, weil es nicht real schien. Überall lagen große und kleine Fetzen von weißer, schwarzer und transparenter Folie, sowie alte Tierfutterverpackungen und kaputte Karosserieteile. Ich begann damit diese in meinen Sack zu stopfen, bis ich feststellte, dass ich mehr als einen dafür bräuchte. Ich füllte noch zwei Säcke und es blieb immer noch genug Müll für mindestens vier-fünf Weitere.

Von mir gesammelter Müll
Plastik
Es hätte so ein schöner Anblick sein können
Überreste menschlichen Elends
Rostige Stacheldraht-Rollen

Deshalb beschloss ich beim nächsten Mal direkt diesen Ort anzupeilen, versteckte einen Sack in einer halb vermoderten Scheune (Hauptsache überdacht) und nahm die anderen Säcke mit auf den Rückweg, was schon schwer genug war. Im nahe gelegenem Elliehausen, einem großen Neubaugebiet, das zu Göttingen gehört, verstaute ich die Säcke in willkürlich gewählten, grauen und gelben Müllcontainern und machte mich auf nach Hause.


Mögliche provokante Fragen und Einwände zu der Aktion (warum auch immer):


Bist du jetzt so ein komischer Naturfreund-Hippie geworden?

- Jemand, der sich mit der Natur identifizieren kann, ist automatisch ein Naturfreund, denn es ist unklug sich selbst Schaden zuzuführen. Dafür muss man sich nicht zu einer Untergruppe, wie "Hippies" zählen, da man ohnehin bereits zu der Gruppe Mensch/Tier zählt und eine Aufgabe auf dieser Welt hat.


Warum zeigst du uns das alles? Möchtest du, dass wir dich für ganz toll und umweltbewusst halten?

- So eine Art von Bestätigung habe ich nicht nötig. Ich mache das nicht, um mehr Leser und "Likes" zu gewinnen, sondern weil ich Lust darauf habe. Der erste Gedanke kam aus dem Herzen, man nennt es auch Inspiration. Danach dachte ich daran die Ergebnisse einer solchen Aktion im Internet zu veröffentlichen, weil ich schon immer mein Leben zur Schau stellen musste. Das ist ein Teil von mir und dies wird sich nicht so bald ändern.
Meine wichtigste Motivation für diese Präsentation ist die Möglichkeit jemanden wiederum dazu zu inspirieren das selbe zu tun und vielleicht sogar eine Bewegung zu starten. Das wäre toll.


Irgendwo wird tonnenweise Plastik in die Meere gekippt und du freust dich über drei gelbe Säcke?

- Wenn ich alleine in 2,5 Stunden drei Säcke voll bekam, wie viel Müll würde dann jeder von uns beseitigen? Zum Erfolg gelangt man einen Schritt nach dem Anderen und irgendwann sind nicht nur die Wälder, sondern auch die Meere wieder sauber.


Das machst du doch nur, um dein eigenes egoistisches Gewissen zu beruhigen.

- Mag sein. Ich kann nicht genau sagen, was mich dazu bewegte. Wir können so gut wie nie in unser Unterbewusstsein hinein blicken. Wahrscheinlich wollte ich nur meinen Beitrag für die Natur leisten. Seit ich mich erinnern kann, wurde ich immer dazu erzogen meinen Müll in Mülleimer zu werfen. Schon als kleines Kind habe ich mich immer über die Leute aufgeregt, die ihren Müll dort entsorgten, wo sie wollten. Meine Mutter war schon immer sehr Umweltbewusst und das hat sich auf mich übertragen. Dafür danke ich ihr. :)
Doch welcher Grund auch immer hinter der ganzen Aktion stehen mag, eins bleibt sicher: Der Müll ist entsorgt und diese "Kleinigkeit" zählt auch.

Dienstag, 4. März 2014

Masken

Zufällig passend zum Fasching möchte ich, wie bereits seit langem geplant, über Masken schreiben.
Wir alle tragen Masken, die unseren Mitmenschen ein bestimmtes Bild von uns präsentieren sollen, aber nie unsere wahre Natur verraten. Warum machen wir das? Warum hat man es nötig sich für jemanden auszugeben, der man nicht ist? Warum traut man sich nicht sein selbst zu sein? Wir alle sind "Götter" und jeder von uns ist wunderschön, doch wir haben eine Kultur entwickelt, die irre geleitet ist und die Wahrheit verschleiert. In dieser Kultur leidet fast jeder unter Minderwertigkeitskomplexen und fühlt sich gezwungen eine Maske aufzusetzen.
Neulich habe ich in "Man's Search for Himself" gelesen, dass die besonders stolzen Machos und "starken Kerle" am wenigsten Selbstbewusstsein besitzen und die Maske der Kraft, die eines bewussten und starken Individuums, aufsetzen, um ihre Schwäche vor den Anderen zu verbergen. In Wahrheit können sie sich aber persönlich nicht wirklich damit identifizieren. Mehr als das, diejenigen, die sich demonstrativ verdammen und hassen sind nicht besser, denn sie sind den egozentrischen Menschen näher, als jeder andere. Es ist als würden sie sagen "ich bin so besonders, dass Gott es auf mich abgesehen hat, weshalb es mir so schlecht geht". Doch sie verstecken sich hinter der Maske des Elends. Diese zwei Typen von Menschen bevorzugen es entweder ihre nicht vorhandene Kraft zu präsentieren, anstatt sie tatsächlich zu entwickeln, oder wegen eines Gefühls der falschen Bescheidenheit sich besonders schlecht zu machen, ohne es im Unterbewusstsein so zu empfinden.

Dann gibt es die Menschen, die die äußere Maske des Ideals aufsetzen und sich so präsentieren, wie sie, ihrer Meinung nach, gerne von den Anderen gesehen werden möchten. Tatsächlich sieht man am liebsten die Leute so, wie sie wirklich sind. Falsches Spiel erkennt man früher, oder später sowieso. Außerdem gibt es kein Ideal. Jeder hat sein Eigenes und somit müssen diese Menschen ihre Masken ständig wechseln, in Abhängigkeit von den Leuten, mit den sie verkehren, was sehr mühevoll sein kann. Viel leichter und befreiender ist es sein selbst zu sein. Doch die Suche nach sich selbst wird durch die künstlichen Illusionen, unter den unsere Gesellschaft leidet, erschwert. Illusionen wie Ängste (vor der Zukunft, vor dem Bankrott, vor dem Tod etc.), angebliche Pflichten (den Eltern/dem Staat gegenüber), sowie der Gedanke man sei nur das Ding zwischen den Ohren und der damit einhergehende Verlust des Körperbewusstseins.
Die äußere Maske des Ideals hat meines Erachtens nach keine Vorteile, aber viele Nachteile. Man lebt ein Leben, das auf Lügen basiert. So kann man schon mal nicht glücklich werden, denn Ehrlichkeit ist nicht umsonst eine Tugend - sie liegt in unserer Natur - und wenn man dagegen verstoßt, dann fühlt man sich schlecht, es sei denn man ist geistig krank und hat deswegen kein Problem damit. Diese Lügen führen zu einem weiteren Phänomen unserer Gesellschaft: Der Kurzlebigkeit von zwischenmenschlichen Beziehungen. Wenn man nicht sein selbst ist und sich einem Ideal entsprechend präsentiert, dann kommt die Wahrheit irgendwann an das Tageslicht und das können die Menschen, mit den man in eine Beziehung tritt, nicht leiden. Die Maske verschwindet und dahinter steckt ein ganz anderer Mensch. In so einem Fall kann von einer weiteren Beziehung oft keine Rede sein, denn die Verbindung zwischen den Menschen wird aufgelöst, weil sie auf Illusionen aufgebaut war. Ein anderes Problem ist die Schwerfälligkeit einen Partner zu finden, der "perfekt" zu einem passt, weil man nicht hinter die Masken blicken kann. Wie soll das auch gehen, wenn jeder sich als etwas Anderes zeigt? Das folgende Gedicht von Shel Silverstein und das Bild inspirierten dazu diesen Blogeintrag zu verfassen:
 She had blue skin
And so did he.
He kept it hid
And so did she.
They searched for blue
Their whole life through,
Then passed right by –
And never knew.

Und das ist genau das, worauf ich hinaus möchte: Man findet sein Glück nie, wenn man Masken trägt, sei es die Kraft, nach der man durstet, Beachtung, oder Anerkennung.
In meinem Leben durfte ich viele Masken anprobiert haben. Ich war der Klassenclown, weil ich nach Aufmerksamkeit durstete, denn sich ins Lächerliche zu ziehen war immer noch besser, als ignoriert zu werden. Dann war ich der artige Sohn, der die Überzeugungen seiner Eltern vertrat, jedoch nie seine eigenen, dann ein Patriot, der mühselig und unsinnig sein Heimatland aus der Ferne in Schutz nahm, dann ein Macho, weil ich mich innerlich nach Anerkennung und Kraft sehnte. Als ich dann die gewünschte Kraft durch körperliches und geistiges Training nach vielen Jahren erreichte, merkte ich wie lächerlich die Macho-Maske ist, ließ sie fallen und erhielt die gewünschte Anerkennung. Inzwischen bin ich einfach nur ich selbst. Zumindest denke ich es, denn ich fühle mich gut. Ich passe mich nicht unnötig dort an, wo es mir überhaupt nicht gefällt. Ich stehe zu meinen Überzeugungen und meinen Schwächen. Doch Letzteres heißt nicht, dass ich nicht ausbaufähig bin.
Sehr oft höre ich, in Bezug auf meine Fotos, dass ich überall anders aussehe. Was sich zuerst zufällig herausstellte, wurde zu meinem Hobby. Inzwischen versuche ich mit Absicht mein Aussehen sehr flexibel zu gestalten und lasse mich dabei gerne fotografieren. Damit möchte ich sagen: Das Äußere mag sich zwar ändern und trügen, doch was wirklich zählt, sind die inneren Werte und diese kann man auf einem Foto (mit einer Maske) nicht festhalten. Deswegen darf man sich nicht nur auf das Visuelle verlassen.



Letztendlich möchte ich über die gesunde Art der temporären Masken (oder inneren Masken des Ideals) erzählen. Die Art, die man sich aufsetzt und sich als Vorbild vornimmt. "Fake it, until you make it" heißt es entweder bei Brian Tracy, oder Napoleon Hill. Einer von den beiden erzählte in einem Buch, dass man, wenn man sich ein Ideal zum Vorbild macht, sich dieses Ideal zuerst äußerlich aneignet. Wenn ich also dauerhaft depressiv bin, aber möchte, dass es mir besser geht, dann sage ich jedes mal, dass es mir sehr gut geht. Besonders wichtig dabei ist, dass man es wirklich so meint, es sich selbst einredet, versucht sich davon zu überzeugen und somit sein Unterbewusstsein programmiert. Tut man dies ohne Überzeugung, bleibt es beim Äußeren und man ist nicht besser, als ein Macho. Diese Vorgehensweise funktioniert und noch besser funktioniert sie, wenn man sie mit weiteren Praktiken unterstützt. Irgendwann wird es nicht mehr nötig sein die Maske zu tragen, weil sie zur Realität wird. Das Innere wird hier durch das Äußere beeinflusst. Das geschieht nicht durch die anderen Formen der Masken, die, wie gesagt, rein äußerlich sind.
Und das dauert. Doch wenn ich es wirklich möchte und es mir täglich einrede und mit Überzeugung so handele, werde ich Tag für Tag, Schritt für Schritt besser. Beständigkeit ist hier das Schlüsselwort. In diesem Zusammenhang redet man auch vom bewussten Brainwashing. Täglich wird versucht  unser Unterbewusstsein zu steuern - mit Erfolg, denn es ist sehr rezeptiv dafür. Warum versuchen wir es nicht selbst mit der Hilfe von temporären Masken und gezieltem Brainwashing? Wichtig ist, dass man das für sich macht, im Inneren und nicht nur im Äußeren. Doch auf die Dichotomie zwischen Form und Sinn werde ich hier nicht weiter eingehen, denn das wird das Thema eines meiner zukünftigen Blogeinträge sein.

Montag, 6. Januar 2014

Neues Jahr, neues Glück?

Oder: "Warum ich dieses Mal zu der Jahreswende niemanden beglückwünscht habe."

Ja, dieses Jahr habe ich mich dazu entschieden niemandem zum Neujahrsbeginn zu gratulieren. Ich habe ausschließlich nur gratuliert, um auf Glückwünsche anderer zu antworten und auf der Arbeit (Kundenfreundlichkeit).
Warum? An sich ist es keine große Sache, doch diese Entscheidung basiert wirklich auf einer Idee. Jedes Jahr wünsche ich den Leuten das, was mich zu der Zeit am meisten beschäftigt und in diesem Jahr dachte ich daran, dass sich in unseren Leben durch die Änderung der Zahl im Kalender alleine nichts ändert. Nichts magisches passiert und die Tage gehen wie gewohnt weiter. Der Glaube daran, dass man eine Schwelle übertritt und nun etwas ändern kann ist der Grund dafür, dass keine Vorsätze wirklich funktionieren. Man meint sich etwas vorgenommen zu haben und nutzt die Zeit bis zum Jahreswechsel als Entschuldigung dafür alles wie gewohnt zu machen. Und danach auch. Dann schiebt man alles darauf, dass Vorsätze eh nicht funktionieren und beschließt es im Sommer zu probieren, oder beim nächsten Jahreswechsel. Wer wirklich etwas ändern möchte, beginnt sofort damit. Dass es nur so geht ist kein Geheimnis, sondern die Wahrheit, die den Meisten zu bitter ist, deshalb verwöhnen sie sich lieber mit den süßen Illusionen, bis es zu spät ist.
Wenn jemand aber begonnen hat sich zu verändern und Schwung aufbaut, dem ist es auch egal, ob ein neues Jahr begonnen hat, oder nicht, denn sein Schwung ändert sich nur, wenn er es möchte. An dieser Stelle befinde ich mich. Deshalb sehe ich nun all die Absurdität dieser Neujahrsfeier. Ganz davon abgesehen, dass in den verschiedenen Teilen der Erde das Neujahrsfest zu verschiedenen Zeiten gefeiert wird. Ich meine nicht, dass man gar nicht feiern muss. Man kann sich ja mit Freunden und Familie treffen und Spaß haben, aber man muss nicht jedem Trend folgen, die Umwelt und das Portemonnaie durch das Ballern mit Raketen belasten/erleichtern, oder neue Vorsätze ausdenken, die man eh nicht in der Lage sein wird einzuhalten.

Es ist jedes Jahr das selbe. Alle wünschen sich die besten Sachen, doch kaum einer meint es wirklich Ernst. Ich wünsche niemandem Gutes, weil es von mir zu einem offiziell akzeptierten Feiertag verlangt wird. Ich mache das auch so. Jeden Tag. Der ganzen Welt. Gleichzeitig glaube ich aber auch daran, dass jedermanns Gesundheit, Glück, finanzielle Unabhängigkeit und Liebe von der jeweiligen Person selbst abhängt, somit wären meine "obligatorischen" Glückwünsche eh unnötig. Ich finde einfach, dass ich niemandem einen Gefallen damit tun würde. Außerdem finde ich das lästig und unglaublich zeitintensiv jedem einzelnen zu schreiben. Ich sehe mich in der Hinsicht aber nicht als eine faule, oder unhöfliche Person an. Ich habe nur Besseres mit meiner Zeit anzufangen und wenn jemand mit mir reden, einen Rat erhalten, oder geben möchte, der braucht mich nur anzurufen/anzuschreiben. Meine Handy-/Festnetznummer und Facebook-Seite sind den Leuten bekannt. Sie wissen, dass ich da und jederzeit bereit bin mit ihnen zu reden, unabhängig davon welcher Tag es ist. Ich wünsche allen Lebensglück, auch wenn gerade kein Weihnachten ist, ermuntere Leute dazu bestimmte Schritte im Leben zu tun, auch wenn gerade kein Neujahrswechsel bevorsteht, und mache Komplimente, ohne dafür auf den Valentinstag zu warten. ;)

Und die Feier sehen auch jedes Jahr gleich aus: Man trifft sich mit Freunden, tanzt (natürlich zum "Final Countdown") und sauft Unmengen an Alkohol. Nicht jeder feiert das Neujahr so, aber viele. In meinem Fall fahre ich zu meiner Familie, da man in Russland das Weihnachtsfest eher nicht feiert, dafür aber alles zum Silvester nachholt, auch die Geschenke. Man macht also ein ganz großes Fest daraus, weshalb in Russland die ersten zehn Tage im Januar Feiertage sind und mit dem Trinken verbracht werden. So viel zu Klischees...
Meine Eltern laden ihre nächsten Freunde ein, haben immer einen sehr vollen Festtagestisch bereit, feiern das russische, das ukrainische und das deutsche Silvester, da die Uhren überall anders gehen. Und dann beginnen die Diskussionen, an den ich mich bisher auch immer beteiligt hatte. Oft geht es um belanglose Sachen, wie Politik und irgendwann ist die Laune im Keller. Letztes Jahr habe ich damit begonnen Dinge anders zu machen und zu betrachten und auch an diesem Tag sollte es keine Ausnahme geben. Während meine Eltern mit ihren Freunden über Putin und die Welt stritten, setze ich mich in die Küche und las "The Power of NOW" von Eckhart Tolle. Ha! Ich lasse mir durch so einem Unsinn, von dem ich mich schon vor einiger Zeit abgewandt habe, doch nicht den Schwung nehmen! Das ist mein Schwung, meine Veränderung, die seit geraumer Zeit andauert und noch lange, vermutlich mein ganzes Leben lang, als ewiger Prozess andauern wird. Dafür brauche ich keine bestimmten Kalendertage und keine Vorsätze.